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ÜBERSICHT
Allgemeines
Bühnentechnische Steuerungen
setzten sich aus verschiedenen Anlagenteilen zusammen, die alle bestens
aufeinander abgestimmt sein müssen. Wir unterscheiden zwischen den Vorortgeräten, der
Leistungselektronik mit der Schütz- und Relaissteuerung, dem
Sicherheitsrechnersystem, dem Bedienrechner mit der Anwendersoftware und
schließlich der Verkabelung.
Unsere Anlagen werden weitestgehend mit handelsüblichen Komponenten ausgerüstet, so
daß die Ersatzteilbeschaffung nicht zu einem Verfügbarkeitsrisiko für
die gesamte Anlage wird. Eine Ausnahme
bildet das Sicherheitsrechnersystem. Das System ist so spezifisch auf
die bühnentechnischen Anwendungen abgestimmt, daß auf dem Markt
erhältliche Produkte
nicht oder nur mit erheblichen Nachteilen eingesetzt werden können. Eine bauartgeprüfte Eigenentwicklung
war daher unumgänglich.
Räumlicher Aufbau
Daß die Vorortgeräte, wie Motoren, Endschalter oder
Encoder, als elektrotechnische Schnittstelle zur Mechanik unmittelbar an
der Mechanik montiert werden müssen, liegt in der Natur der Sache. Bei der
Leistungselektronik und dem Sicherheitsrechnersystem sind jedoch zwei Extremfälle
möglich:
-
Elektronik und Rechner werden dezentral in einem
Schaltkasten unmittelbar an der Mechanik angebracht.
Dabei ergeben sich
deutliche Einsparungen bei Verkabelung und durch den Sichtkontakt
mit dem Antriebssystem eine einfache Inbetriebnahme. Nachteilig
sind die in der
Regel hohen Umgebungstemperaturen, die zu einer
reduzierten Lebenserwartung der Steuerungen führen können.
-
Bei der Unterbringung in zentral angeordneten Schaltschränken in
besonderen Räumen fällt ein höherer Verkabelungsaufwand an, und die
Inbetriebnahme erfolgt ohne Sichtkontakt zur Maschine. Dagegen ist das
Temperaturproblem durch Kühlung und Lüftung besser beherrschbar.
Welcher Lösung der Vorzug gegeben wird, ist maßgeblich von den baulichen
Verhältnissen abhängig. Oft erweist sich eine Mischlösung als sinnvoll.
In jedem Fall ist unser Steuerungssystem so modular aufgebaut, daß
beide
Möglichkeiten realisierbar sind.
Blockschaltbild
Der grundlegende Aufbau einer einfachen bühnentechnischen Steuerung geht aus
dem folgenden beispielhaften Blockschaltbild für eine einfache Anlage hervor.

Redundantes Rechnersystem
Das Rechnersystem kann auf Wunsch völlig zweikanalig
aufgebaut werden. Damit ist eine durchgehende Redundanz von der
Bedienebene über die Vermittlungsrechner bis hin zu den Antriebsrechnern
gegeben. Der wesentlich Vorteil dieses Aufbaus liegt darin, daß auf eine
herkömmliche Handebene, die generell als sicherheitstechnisch bedenklich
eingestuft werden muß, verzichtet werden kann. Statt dessen bleibt der
Bediener in der ihm vertrauten Umgebung des Rechnersystems. Bei Ausfall
einer Rechnerkomponente kann auf die parallel anliegende, baugleiche
Komponente umgeschaltet werden. Damit können auch komplexe
Gruppenfahrten weitergeführt werden. |