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SCHERKANTENSICHERUNG
Zur Scherkantensicherung gibt es eine Vielzahl von
technischen Lösungen, z.B.
Die einfachste Möglichkeit eines Schutzes vor Scherkanten besteht darin,
durch Absperrungen die Mitarbeiter an dem Zugang zur Bühne zu
hindern. Für den Theaterbetrieb kann diese Lösung nur in den
Teilbereichen akzeptiert werden, in denen ein Bühnenzugang nicht oder
nur selten erforderlich ist.
Eine technisch relativ einfache und wirkungsvolle Methode ist die
Vermeidung von Scherstellen durch vollständige Verkleidungen.
Dieses Verfahren kann häufig bei Einzelstockpodien sinnvoll angewandt
werden, bei Doppelstockpodien jedoch, wo auch der untere Bühnenboden
betreten werden muß, ist diese Lösung in der Regel nur bei den
Stirnseiten möglich.
Lichtschranken sind für den Theaterbetrieb weniger geeignet, da
zum einen sehr große Reichweiten überbrückt werden müssen und zum
anderen Störungen durch Staub und Nebel nicht auszuschließen sind.
Schaltmatten enthalten Kontakte, die beim Betreten ausgelöst
werden. Sie werden in die Nothaltketten der Steuerungen eingebunden, so
daß die betroffenen Antriebe sofort stillgesetzt werden. Da die Matten
eine hinreichende Breite benötigen, wird der Bewegungsbereich auf der
Bühne deutlich eingeschränkt. Hinzu kommt, daß die Matten in den Boden
eingelassen werden müssen, um Stolperkanten zu vermeiden. Im Bereich der
Matten können anders als beim Holzfußboden keine Dekorationen mehr
befestigt werden. Schaltmatten sind daher im allgemeinen für den
Bühnenbetrieb ungeeignet.
Schaltleisten bestehen aus einem Gummimantelprofil, je nach
Hersteller auch mit PU-Schaum gefüllt, und einem
Kontaktband bzw. einer
Kontaktkette oder Mikroschaltern, die den Druck auf das Profil erkennen
und den Nothalt der Antriebe auslösen. Mit diesem System sind nur
geringe Nachlaufwege möglich, wie sie zum Beispiel bei langsam
schließenden Toren eingehalten werden können. Für Bühnenpodien mit hohen
Geschwindigkeiten und relativ langen Bremswegen kommen Schaltleisten
nicht in Frage.
In Führungen gelagerte Blechblenden, die beim Auftreffen auf ein
Hindernis den Druck auf Endschalter übertragen, haben sich in der Praxis
nicht bewährt. Sie stellen zwar eine kostengünstige, aber wegen
möglicher Verkantungen wenig zuverlässige Lösung dar.
Bumper
arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Schaltleisten,
sie sind jedoch in
wesentlich größeren Abmessungen erhältlich. Sie bestehen aus PUR-Weichschaum, in dessen Inneren Kontaktketten, Kontaktbänder oder
Mikroschalter angeordnet sind, die durch äußeren Druck ausgelöst werden.
Der Schaumstoffkörper ist auf ein Tragblech geklebt mit einem
PUR-Coating überzogen.
Bumper für den bühnentechnischen Einsatz müssen
äußerst zuverlässig arbeiten. Sie müssen zum einen im Gefahrenfalle
sicher auslösen, auch dann, wenn sie jahrelang nicht benötigt worden
sind, zum anderen dürfen sie den Theaterbetrieb nicht durch
Fehlauslösungen behindern. Sie müssen eine sehr hohe Formstabilität
aufweisen und nach einem Zusammendrücken selbsttätig wieder in ihre
ursprüngliche Form zurückkehren, so daß der Betrieb nach einer
Quittierung schnell weitergehen kann.
Bei der Dimensionierung von Bumpern müssen die
Kenngrößen Ansprechweg, Nachlaufweg und Sicherheitsreserve berücksichtigt
werden:
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Bauhöhe des Bumpers = Ansprechweg +
Nachlaufweg + Sicherheitsreserve. |
Der Ansprechweg ist eine bumperspezifische Größe, die
angibt, um welchen Betrag der Bumper eingedrückt werden muß, damit der
Schaltvorgang ausgelöst wird. Der Nachlaufweg ergibt sich aus dem
Bremsverhalten der Podien. Des weiteren muß eine Sicherheitsreserve
eingeplant werden, welche die Spannhöhe eines Fußes sowie mögliche
Systemverschlechterungen durch Alterung berücksichtigt.
Die oft ungünstigen Einbauverhältnisse erfordern eine sorgfältige
Planung bei der Auslegung der Bumper. Ein besonderes
Problem können die Schrägstelleinrichtungen von Bühnenpodien darstellen,
da größere Bumper durch die Schrägstellung vom Nachbarpodium
ungewollt ausgelöst werden können. In diesem Fall sind
Nachführeinrichtungen erforderlich, die dafür sorgen, daß die Bumper
stets senkrecht stehen.
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