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LEISTUNGSELEKTRONIK
Schaltschränke
Bei einem zentralen Aufbau der Antriebssteuerungen
werden die Steuerungskomponenten mehrerer Antriebe in in jeweils einem
Schaltschrank untergebracht. Dazu gehören in erster Linie
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Hauptschalter mit allpoliger Ausschaltung,
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Sicherungen,
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Transformatoren und Netzteile,
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Schütz- und Relais-Sicherheitssteuerungen,
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Stell- und Regelungsglieder für die
Elektromotoren,
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Antriebsrechner.
Die Schaltschränke werden aus Stahlblech gefertigt.
Sie sind mit einer Steckdose und einer Innenbeleuchtung ausgestattet.
Die Versorgungen der Steckdose und der Innenbeleuchtung erfolgen unabhängig
vom Hauptschalter.
Die Anzahl der benötigten Schaltschränke ist primär
von dem Leistungsbedarf der einzelnen Motoren abhängig.
Schaltboxen
Schaltboxen werden dezentral direkt an den Antrieben angebracht. Sie
enthalten alle Schalt- und Rechnerfunktionen für einen Antrieb. Damit
ersetzen sie die Klemmenkästen, die im Falle eines zentralen
Steuerungsaufbaus mit Schaltschränken unbedingt benötigt werden.
Stell- und Regelungsglieder für Elektromotoren
Je nach Antriebsart werden die folgenden Stell- und
Regelungsglieder eingesetzt:
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netzgeführte Stromrichter für Gleichstrommotoren,
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Pulsumrichter für Synchron- und Asynchronmotoren,
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Frequenzumrichter für Asynchronmotoren.
In bestehenden Anlagen sind häufig noch
Gleichstrommotoren vorhanden. Zahlreiche Untersuchungen an deren Bürsten und
Kollektoren haben gezeigt, daß im typischen Theaterbetrieb kein nennenswerter Verschleiß
auftritt. Die meisten Motoren
können aufgrund ihrer geringen Laufzeiten noch lange risikolos genutzt werden.
Die früher häufig eingesetzten Servo-Verstärker werden nicht mehr gebaut
und von den Herstellern meist auch nicht mehr gewartet. Es kann jedoch
auf netzgeführte
Stromrichter zurückgegriffen werden. Der Nachteil dieser Geräte liegt darin, daß sie in
den Motoren ein lautes 300-Hertz-Netzbrummen erzeugen. Mit
entsprechenden Filtern kann das Brummen jedoch drastisch abgeschwächt
werden. Die mit Stromrichtern erzielbare Regelgüte ist zwar schlechter
als diejenige, die mit Servo-Verstärkern erreicht wurde, aber für den
Einsatz in der Bühnentechnik ist sie durchaus zufriedenstellend.
Moderne Pulsumrichter sind für Synchron- und Asynchronmotoren
gleichermaßen geeignet. Mit derselben Hardware können beide Motorarten
betrieben werden. Der Unterschied
liegt allein in der Software. In beiden Fällen sind ruckfrei durchfahrbare
Drehzahlregelbereiche von mindestens 1:1.000 erreichbar.
Sowohl mit Stromrichtern als auch mit Pulsumrichtern
können die dazugehörenden Antriebe auch im Stillstand ihr Nennmoment
aufbringen. Das ist besonders wichtig für extreme Langsamfahrten, wie
sie z.B. bei zeitsynchronen Fahrten auftreten können. Voraussetzung ist
ein drehzahlgeregelter Betrieb mit Tachorückführung.
Klassische Frequenzumrichter, die mit
sinusförmigen Motorströmen arbeiten, werden zum Betrieb von
Asynchronmotoren kaum noch eingesetzt. Sie ermöglichen selbst mit einer
Tachorückführung nur einen eingeschränkten Drehzahl-Stellbereich. Das
Hauptproblem liegt darin, daß sie mit ihrem Nennstrom nur einen
Frequenzbereich von üblicherweise 2 bis 50 Hz abdecken. Um den Motor auf
seine Mindestdrehzahl zu beschleunigen, sind erhebliche Überströme
erforderlich, so daß für einen störungsfreien Betrieb eine signifikante
Überdimensionierung erforderlich ist.
Der Vorteil dieser Frequenzumrichter liegt darin, daß
sie wegen der sinusförmigen Motorströme für den Betrieb mit
Standard-Asynchronmotoren geeignet sind, deren Wicklungen meist nicht
für den Pulsumrichterbetrieb ausgelegt sind.
Schütz- und Relaissteuerung
Mit Hilfe der Schütz- und Relaissteuerung wird die
grundlegende Sicherheit des Steuerungssystems erreicht.
Einspeisung
Die Steuerungsanlagen der Antriebsmaschinerien werden
über zentrale Leistungseinspeisungen mit den folgenden Haupt-Komponenten
mit Strom versorgt:
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Leistungshauptschalter, manuell oder mit Motorantrieb
zur Fernbetätigung,
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Überlast- und Kurzschlußschnellauslöser,
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Unterspannungsauslösung,
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Überspannungsschutz,
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Leistungsverteilung mit Abgängen und Absicherungen,
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Drehstrom-Meßsystem zur Anzeige der Spannungen
und Ströme.
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