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BEDIENPULTE
"Das" Bedienpult für eine bühnentechnische
Steuerung kann es nicht geben. Die Anforderungsprofile in den
verschiedenen Häusern sind einfach zu unterschiedlich. So muß
Rücksicht genommen werden auf den Standort der Pulte, die Abmessungen, hausinterne
bedienungstechnische Besonderheiten, aber auch auf das zur Verfügung
stehende Budget.

Beispiel für ein stationäres Hauptpult
(während der Montage)
In der Regel erfolgt die Bedienung der
Computersteuerung
Beispiel für ein Funkpult
über ein stationäres Hauptpult. Optional können
zusätzliche, meist mobile Nebenpulte oder auch Funkpulte
eingesetzt werden. Ebenso kann optional ein
Büroarbeitsplatz eingerichtet werden, mit dem zum einen Vorstellungen
programmiert und auf den Bedienrechner heruntergeladen werden können,
zum anderen aber auch die aktuellen Betriebszustände der Anlage
beobachtet werden können.
Das
Hauptpult wird meist mit zwei Bedienrechnern ausgerüstet, so
daß im Störungsfall der Betrieb innerhalb kürzester Zeit von einem
Rechner auf den anderen übertragen werden kann. Beide Rechner werden
über eine schnelle Ethernet Verbindung an die Vermittlungsrechner angebunden.
Bedienrechner
Das Bedienrechnersystem dient zur Erstellung der
„Fahrpläne“ und zur Anzeige der Betriebszustände.
Als Rechner werden handelsübliche PCs unter dem
Betriebssystem Microsoft Windows eingesetzt. Damit sind für den Nutzer die
folgenden Vorteile verbunden:
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Windows ist mit seinem extrem hohen Marktanteil von mehr
als ca. 80% das Standard-Betriebssystem für PCs. Diejenigen Mitarbeiter,
die bereits Erfahrungen mit unter Windows laufenden Programmen haben,
werden die Bedienungsphilosophie als sehr vertraut empfinden, so daß mit
sehr kurzen Einarbeitungszeiten zu rechnen ist.
-
Durch die Windows-Fenstertechnik ist der Bildschirm leicht
konfigurierbar, so daß in der Regel alle Wünsche hinsichtlich der
Bildschirmaufteilung und der Farben berücksichtigt werden können.
-
Die Grafikunterstützung von Windows ermöglicht
hochauflösende, klare Bildschirmmasken.
Der scheinbare Nachteil von PCs besteht in ihrem
relativ kurzen Produktlebenszyklus. Original-Ersatzteile sind selbst bei
renommierten Herstellern nur für eine relativ kurze Zeit erhältlich.
Die sonst üblichen Ersatzteilverfügbarkeiten von 10 und mehr Jahren können bei diesem
schnellebigen Produkt nicht gewährleistet werden, andererseits aber auch
gar nicht erforderlich, da in der Zwischenzeit wesentlich
leistungsfähigere Komponenten verfügbar sein werden, die integriert
werden können. Selbst der völlige Austausch eines PCs wird auf Dauer
problemlos und extrem kostengünstig möglich sein. Voraussetzung dafür
ist der Verzicht auf „exotische“ Betriebssysteme und
Programmiersprachen. Nur dann ist es möglich, neue Hardware-Komponenten
mit ihren dazugehörenden neuen Softwaretreibern in das vorhandene System
zu integrieren. Um eine größtmögliche Verfügbarkeit zu erreichen, haben
wir als erster Hersteller
von Bühnensteuerungen unsere Software für das weltweit verbreitetste Betriebssystem MS WINDOWS
entwickelt. Da auch alle Hardwarelieferanten Softwaretreiber für Windows
standardmäßig zur Verfügung stellen, wird auch in zehn und mehr Jahren
der Ausfall einer Komponente nicht zu einem
unvertretbaren Ausfall der gesamten Anlage führen.
Bildschirme
Das Haupt-Bedienpult wird vorwiegend mit zwei baugleichen TFT-Flachbildschirmen ausgerüstet. Der eine Bildschirm dient als
Arbeitmonitor. Auf ihm werden alle für die Einrichtung und den Abruf von
Vorstellungen relevanten Daten in übersichtlicher Form dargestellt. Auf
dem zweiten Bildschirm, dem Informationsmonitor, wird z.B. der Zustand
der Anlage angezeigt, so daß Störungsbeseitigungen erleichtert werden.
Bei Ausfall des Arbeitsmonitors kann der Informationsmonitor auch als
Arbeitsmonitor genutzt werden.
Nebenpulte werden mit nur einem TFT-Flachbildschirm
bestückt, der möglichst baugleich mit dem Bildschirm des Hauptpultes
sein sollte, um den Aufwand für die Ersatzteilhaltung zu reduzieren.
Zur Bedienung der Anlagen werden meist Bildschirme
mit Touch-Screen-Oberflächen eingesetzt. Damit können aufwendige
Anwahl- und Funktionstastaturen eingespart werden. Neben der
Kostenersparnis wird der Platzbedarf für das Pult reduziert.
Erweiterungen der Steuerungen sind problemlos möglich, da die Hardware
beibehalten werden kann, und lediglich die Software modifiziert werden
muß.
Die Große der Bildschirme richtet sich nach den
Wünschen der Kunden. Eine Bildschirmgröße von 19 Zoll mit einer
Auflösung von 1280x1024 Pixel hat sich als guter Kompromiß zwischen
Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit auf der einen Seite und dem Platzbedarf
auf der anderen Seite erwiesen.
Funktionstastatur (entfällt bei
Touch-Screen-Bedienung)
Mit Hilfe der Funktionstastatur sind alle
Bedienfunktionen schnell und einfach durchführbar. Die staubgeschützten
Taster sind schwach hinterleuchtet (Nachtdesign), so daß die
Beschriftungen ohne Zusatzbeleuchtung klar und eindeutig erkennbar sind.
Antriebs-Anwahltastatur (entfällt bei
Touch-Screen-Bedienung)
Mit der Anwahltastatur können Züge direkt aktiviert
werden. Die Ausführung der Taster entspricht der der Funktionstastatur.
Computertastatur
Die Computertastatur dient zur Eingabe von Texten und
Fahrdaten. Sie wird meist in einer Schublade untergebracht.
Steuerkugeln
Fest in die Bedienpulte eingebaute Steuerkugeln
dienen als Ersatz für die bei Büro-PCs üblicherweise eingesetzten Mäuse.
Sie ermöglichen die Positionierung der Cursor auf
den Bildschirmen.
Fahrhebel
Die Bedienpulte werden mit ergonomisch gestalteten Fahrhebeln
ausgestattet,
mit denen ein feinfühliges Fahren möglich ist. Die Hebel sind mit
langlebigen Potentiometern ausgerüstet, deren Nullstellungen eindeutig
definiert sind. Sobald die Hebel losgelassen werden, werden sie durch
Rückstellfedern automatisch in die Nullage gezogen. Die vorgeschriebene
Totmannfunktion ist durch eine hochziehbare untere Griffschalenhälfte
gegeben.
Durch einen Umschalter von 100% auf 10% kann die bei
maximaler Hebelauslenkung erzielbare Fahrt auf 1/10 der
Maximalgeschwindigkeit abgesenkt werden. Alternativ dazu können auch
vorgeschaltete Schiebepotentiometer zur Vorwahl des
Verfahrgeschwindigkeitsbereichs eingesetzt werden.
Meldeleuchten an den Fahrhebeln zeigen eindeutig an,
in welche Richtung die Hebel ausgelenkt werden müssen, damit das im
Bedienrechner vorgewählte Ziel erreicht wird.
Schalter und Meldeleuchten
Die Computersteuerung wird durch einen
Schlüsselschalter ein- und ausgeschaltet. Für den Wechsel von einem
Bedienrechner auf den anderen ist ein Schalter vorgesehen. Meldeleuchten
zeigen an, welche Rechner aktiv sind. Software
Lampentest
Mit Hilfe eines Tasters „Lampentest“ wird die
Funktion aller Lampen bzw. LEDs geprüft.
Notaus
Alle Pulte erhalten mindestens einen Notaus-Pilztaster mit
zwangsläufiger Verrastung.
Datenfernübertragung
Um im Störungsfalle bei der Fehlerdiagnose innerhalb
kürzester Zeit Unterstützung leisten zu können, wird eine
Datenfernübertragungsschnittstelle eingerichtet, die uns den Einblick in
das Rechnersystem ermöglicht. Alle Betriebsvorgänge werden automatisch
für ca. 4 Wochen (auf Kundenwunsch auch wesentlich länger) auf der Festplatte gespeichert, so daß auch im
nachhinein noch Fehleranalysen möglich sind.
Um die Datenfernübertragung zu ermöglichen, muß der
Betreiber in unmittelbarer Nähe des Pultes einen EURO-ISDN-Anschluß
beistellen und unterhalten. Die ISDN-Karte des Bedienrechners und die
Auswertungs- und Übertragungssoftware sind Bestandteil unseres
Leistungsumfangs. Ebenso verpflichten wir uns, in unserem Betrieb einen
Rechner mit ISDN-Anschluß vorzuhalten, um mit dem Bedienrechner
korrespondieren zu können.
Bei Anlagen, die mit einem Serversystem ausgerüstet
sind, wird die Datenfernübertragungsschnittstelle dort angeordnet.
Drucker
Zum Ausdrucken der Bildschirminhalte und der
Störungsmeldungen werden geräuscharme Laser-Drucker mit
Einzelblatteinzug eingesetzt.
Mechanische Ausführung der Pulte
Die Pulte werden als robuste Stahlblechgehäuse ausgeführt. Sie werden in Abstimmung mit dem Auftraggeber an
die örtlichen Platzverhältnisse angepaßt. Wenn nicht anders gewünscht,
erfolgt die Lackierung in
mattschwarz. Die Beschriftungen der Bedienungspaneele werden eingraviert
und weiß ausgelegt.
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